Moloka’i Teil 2 - Bert unser grüne Freund
Der dritte Tag unseres Moloka’i-Besuchs galt der Erkundung der Süd- und Ostseite der Insel. Bei einer Insel, welche gerade mal 60km lang und 16km breit ist, sind solche Pläne gut machbar. Nachdem die ersten Sonnenstrahlen wieder in unseren Nasen kitzelten und das Meeresrauschen unser Wecker war führen wir Richtung Inselmitte.Auf dem Weg zum etwas südlicher gelegenen grössten Dörfchen der Insel machten wir unseren ersten Stop. Hier ragten riesige Kokosnusspalmen zu Hunderten der Strasse entlang. Hier war einst die riesige Kokosnusspalmenanlage des mächtigsten Königs der hawaiianischen Inseln, Kamehameha, welche seit einigen Jahren als historisches Wahrzeichen gepflegt wird. Schliesslich kamen wir doch noch im Dorf Kanaukakai an, wo wir zuerst zum Hafen fuhren und uns dann später im Dorf mit Lebensmittel eindeckten. Unser heutiges Ziel war das Dörfchen Halawa am östlichsten Ende der Insel. Unterwegs kamen wir an der Gedenkskapelle von Pater Damian vorbei und an einigen Fischteichen, welche früher direkt am Meer angelegt wurden. An einem der unzähligen Strände entlang der Strasse fanden wir schliesslich auch noch eine Kokosnuss. Diese musste natürlich geöffnet und probiert werden. Mmh war die lecker! Ab ca. Meile 20 wurde die Strasse schmaler, bis wir schliesslich nur noch eine Spur hatten. Die Strasse windete sich der Küste entlang und im Südwesten ging es dann auf einen Hügel hoch. Das letzte Stück nach Halawa führte auf der anderen Hügelseite wieder steil hinunter in ein geschütztes Tal mit einer Bucht. Weit hinten im Tal sah man auch noch zwei Wasserfälle aus der ferne. In der Bucht parkierten wir unser Auto und da es erst gegen Mittag war entschieden wir uns zu den Wasserfällen hochzulaufen. Nun auf Molokai ist das so eine Sache. Man braucht so für ziemlich alles eine Bewilligung. Bald fanden wir einen der 20 Bewohner (Kalani) dieses Tals und erhielten von ihm für 20$ die Erlaubnis zu den Wasserfällen zu laufen. Der Wanderweg war nicht ganz einfach zu finden, aber dank Kalanis Hund, welcher uns gefolgt war, fanden wir in rasch. Der Weg führte in den tiefen Dschungel entlang einer Felsmauer, welche, wie sich später herausstellte, von den ersten hawaiianischen Völker, die sich hier ansiedelten, erbaut wurden (vor gut 1000 Jahren). Nach etwa einer Stunde waren wir beim linken der beiden Wasserfälle angekommen, entschieden uns aber dafür den zweiten nicht mehr zu besuchen, da wir uns fast verlaufen hätten. Nachdem wir wieder beim Auto waren, gab es selbst gemachte Hamburger und schon bald war auch dieser Tag wieder zu Ende.
Am nächsten Tag führte unsere Reise ins Zentrum der Insel und zwar in die Berge von Moloka’i. Nach gut einer Stunde fahrt, kamen wir an den Anfang der Strasse, welche den Berg hoch ging. Dort hatte es ein Schild welches warnte, dass man nur mit einem Allrad angetrieben Auto hochfahren sollte. Da wir uns aber in dieser Woche schon mit unserem Dodge im Red Dirt rumgetrieben hatten, entschieden wir uns es zu versuchen. Ein 17 Meilen lange Strecke lag vor uns, bis zum Lookout wo wir hinwollten. Nach etwa einer Stunde kamen wir an eine Stelle, wo ein Dreihornchamäleon (auch Jacksons Chamäleon genannt) unseren Weg überquerte. Wir tauften unseren neuen Freund schliesslich auch noch auf den Namen Bert. Das war mal ein Highlight und es sollte noch besser kommen. Nach einer weiteren Stunde waren wir schliesslich am Lookout, welcher uns ein Napaliküsten-ähnlicher Einblick in ein Tal an der Nordküste gewährte. Wir stellten unser Auto ab und nahmen den Wanderweg in Angriff. Nach noch einer Stunde wurde der Wanderweg plötzlich enorm schmal und man lief bloss noch auf einem präparierten Holzladen mit Gitter. Dies war der Anfang eines Hochmoores. In der Mitte dieses Hochmoorwanderweges kamen wir auf ein Hochplatteau, wo dichter Nebel herrschte. Wir liefen weiter und standen plötzlich im tiefsten Regenwald. Dieser Regenwald war nicht zu vergleichen mit dem was wir bis jetzt gesehen hatten. Überall hing moss an den Baumstämmen und man hörte Vogelstimmen. Kurz die Masoala-Halle in Zürich konnte gleich einpacken. Es war ein überwältigendes Erlebnis! Einige Zeit später holten wir aus dem Auto wieder unseren Grill aus dem Auto und grillierten unsere Cervelats. Da uns der Strand an der Westseite so gut gefiel, verbrachten wir auch diese Nacht wieder dort.
Da wir am 5. und letzten Tag unseres Aufenthaltes auf Moloka’i gegen Mittag das Auto wieder abgeben mussten, standen wir etwas früher als gewöhnlich auf und fuhren im Schritttempo nochmals an den Ort, wo wir am ersten Tag waren. Wir wollten es nämlich versuchen etwas näher ans Dorf von Kalaupapa zu gelangen. Dies gelang auch, jedoch wurden wir von Touristen unfreundlichen Schildern auf halbem Weg wieder aufgehalten. Nachdem wir das Auto abgegeben hatten, mussten wir ein Weilchen warten bis wieder mal jemand an den Flughafen kam. Wir suchten nämlich eine Mitfahrgelegenheit zum Hafen, wo am Nachmittag unsere Fähre nach Lahaina (Maui) abfahren sollte. Warum auf Maui? Nun, leider gibt es keine Fähre direkt nach Lānaʻi sondern nur eine nach Lahaina auf Maui und von dort eine weitere Fähre nach Lānaʻi. Nachdem wir uns am Hafen die Zeit vertrieben und mit den einheimischen Kids im Hafen Saltos machten, fuhr auch unsere Fähre endlich los. Müde kamen wir in Lahaina an und suchten uns ein Hostel für die nacht. Zum Glück wurde dieses ziemlich schnell gefunden. Nach dem Nachtessen im Hard Rock Café ging es auch schon bald wieder ins Bett, da wir am Morgen sehr früh raus mussten…
Wie immer findet ihr die Bilder zu diesem Artikel unter den Fotos -> Album: Moloka’i 2
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hoi ich be spot esch esch ferbi...
Hallo Zachi, wenn me vom Zunami in Hawaii und Umgäbig ghört...
@ Rony: Ja chas mer grad vorstelle. Unterdesse bin ich aber ...
Hallo Zacharias Die letzten Monate und insbesondere die let...
Hey Zach Jetzt han ich per Zuefall grad gseh, dass du in ...