Es war unglaublich früh, als uns der Wecker aus dem Bett läutete. Die Sonne war erst gerade aufgegangen und die Menschen, welche uns auf dem Weg zum Hafen begegneten, sahen noch ziemlich verschlafen aus. Wir stiegen auf die Fähre und genossen die 40 minütige Überfahrt. Langsam kam die Sonne über den Bergen von Maui zum Vorschein und man sah alle 4 Inseln in dieser Gegend: Moloka’i, Lānaʻi, Koho’olawe und Maui.Schliesslich kamen wir auf Lānaʻi an und fuhren mit dem Shuttle zur Autovermietung in Lānaʻi City, eine niedlich kleine Agentur. Nach einem kleinen Schwätzchen erhielten wir sogar noch Rabatt auf unsere Automiete und dann gab es das Auto. Wir bekamen einen Jeep Wrangler und diesen brauchten wir wirklich. Die Dreckstrassen wären mit einem normalen Auto nicht befahrbar gewesen. Als Einwärmübung fuhren wir zur Nordostseite der Insel und gelangten in die Nähe des Shipwreck Beaches (Schiffswrack Strand), wo ein grosses Schiff vor langer Zeit aufs Riff lief. Diese Küstengegend gilt als ziemlich gefährlich und manches Schiff lief dort schon auf das Riff. Man sieht heute noch alte Wracksteile  am Strand liegen. Wir fuhren weiter Richtung Osten und Südosten der Küste entlang und kamen etwa auf der halben Strecke zu einer alten Kirche. Die Kirche war gut 100 Jahre alt und war einst die Kirche für ein kleines Dorf. Aber vom Dorf sieht man kaum noch was. Das einzige was wir noch fanden war ein alter Ofen. Wir fuhren weiter bis zum Ende der Strasse und kamen zu einem alten Fischteich (im Meer), welcher vor vielen Jahren zu Fischzucht benutzt wurde.

Nächstes Ziel war der “Garten der Götter” (engl. “Garden of Gods”), welcher sich im Nordwesten der Insel befindet. Der Garten der Götter ist ein Steingarten, welcher durch die vorherrschende Erosion (Temperatur, Wind, Feuchtigkeit, etc.) seine einzigartige Schönheit bekam. Für mich als Geographielehrer war dieses Naturphänomen einfach atemberaubend und ich wollte kaum mehr gehen. Dies ist vielleicht auch der Grund, warum es so viele Fotos vom “Garden of Gods” im Fotoalbum hat. Schliesslich konnten wir uns doch noch lösen und fuhren die holprige Strasse weiter Richtung Nordwesten zum Strand. Diesmal war unser BBQ-Grill nicht so schnell am laufen wie normalerweise, da es ziemlich windig war. Schliesslich schafften wir es doch noch und die leckeren selbstgemachten Burgers wurden genüsslich verzehrt. Nach einem weiteren schönen Sonnenuntergang war für Chris und mich der Tag auch wieder zu ende.

Am nächsten Morgen wollten wir noch nach Ka’ena fahren bevor wir wieder Richtung Dorf fuhren. Erstaunlicherweise waren wir nicht die einzigen, die um diese Zeit unterwegs waren und so traf man immer wieder mal auf eine kleine Herde von einheimischen Wild (Antilopen, Hirsche oder was auch immer). In Lānaʻi City fuhren wir schliesslich nach Westen und wollten uns einmal am anderen Hafen umsehen. An diesem Hafen kamen einmal in der Woche die Lebensmittel und sonstigen täglichen Güter auf der Insel an. Leider wurden gerade Arbeiten durchgeführt, so dass wir das Hafengelände nicht erforschen konnten. Nicht weit davon entfernt war aber der Fisherman-Trail, auf welchem man angeblich mehrere Meilen entlang der Küste wandern und klettern kann. Chris und ich versuchten es mit unseren Flipflops, aber kamen nicht allzu weit. Aber die Bucht war wunderschön und überall flüchteten Krebse von uns. Etwa später waren wir an einem anderen Ort der Küste, wo es einen kleinen Leuchtturm hatte. Ausserdem hatte es viele alte Ruinen von den ersten Hawaiianern auf dieser Insel (vor ca. 1000 Jahren). Es war ziemlich beeindruckend, wenn man sich vorstellte, dass diese Steine nun schon mehrere Jahrhunderte dort lagen. Schliesslich führte unsere Reise weiter nach Süden zur einzigen Hotelanlage am Meer. Dem “Four Seasons Hotel” auf Lānaʻi. Stink frech gönnten wir uns ein erfrischendes Bad im Pool des nahe gelegenen Golf Club Hauses :) , wo wir später noch was trinken gingen. Die Aussicht war wunderbar. Nachdem wir in Lānaʻi City noch Bier einkaufen waren und eine “Gay-Street” gefunden hatten fuhren wir etwas später zum Nahe gelegenen Strand und genossen den Nachmittag. Hier fanden wir den wohl schönsten Schnorchelplatz, den wir je auf Hawaii fanden. Das Wasser war glasklar und man sah bis auf den Grund und 20 - 30 Meter in die Ferne. Die Farbenpracht der Fische sprang einem nur so ins Auge! Als wir langsam wieder trocken waren spazierten wir noch etwas der Küste entlang und kamen zu einem der Lānaʻi-Wahrzeichen, einem roten Felsen im Wasser. Auch dieser Felsen hat eine Legende, welche ich euch nicht vorenthalten möchte:

Standing 80 feet tall, Puu Pehe—also known as “Sweetheart Rock”—is one of Lanai’s most recognizable landmarks. It is also the setting for one of Hawaii’s most enduring legends.
The story goes that a ravishing young princess from Maui, was captured by a young warrior from Lanai. He took her as his wife and brought her back to his home island. He was so stricken with her beauty that he was afraid to let other men see her, and thus he confined the princess to a sea cave near the rock.
One day, as the warrior was away, the weather suddenly changed drastically, and the raging surf began to pound this side of the island. The warrior rushed back to the cave, but it was too late: His beloved Puu Pehe had drowned. Heartbroken, he retrieved her body and, with the help of the gods, climbed the steep rock island, where he buried her in a tomb. Overcome with grief, the warrior then leapt off the rock to his death. Puu Pehe is situated about 150 feet offshore between Manele Bay and Hulopoe Bay along the island’s southern coastline. A closer look at this picturesque sea stack reveals, indeed, a tomb-like structure resting at the summit. Archeologists who have studied the rock will tell you that there are no human remains in this “tomb.” The tomb, in fact, may actually be a bird heiau constructed by the ancient Hawaiians, as numerous bones from sea birds have been found near the heiau. To get to Puu Pehe, take Highway 440 south from Lanai City and follow the signs to Hulopoe Beach Park. A trail from the beach will lead you to a breathtaking overlook of Puu Pehe. A number of tidepools, a sea arch and Sharks Cove are found along the trail. While the story of Sweetheart Rock is romantic and haunting, don’t let the legend overcome your common sense. Do not attempt to scale the rock. The walls are impossibly steep and the rocky waters below are swift and treacherous.

Leider gaben meine treusten Freunde, welche ich auf Hawaii hatte, auf diesem Erkundungsspaziergang den Geist auf. Meine Flipflops, welche ich nun seit 6 Jahren auf all meinen Reisen dabei hatte, fanden hier leider ihr zeitliches Ende! :( . Vielen lieben Dank liebe Flipflops, ihr wart grossartig! Nach diesem grossen Verlust entschieden Chris und ich nochmals von der Hotelanlage gebrauch zu machen. Wir holten im Restaurant Burgers und Pommes und gesellten es an den Pool vom Nachmittag. Dort verbrachten wir den Abend und niemand störte uns dabei. Es hatte sogar noch frische Handtücher vom Hotel dort, die wir natürlich nicht trocken dort lassen konnten ;) .

Am nächsten Morgen duschten wir im Hafen, wo wir vor 2 Tagen ankamen und Chris und ich verabschiedeten sich definitiv von unseren Flipflops. Etwas später gaben wir den Jeep auch wieder ab, welcher uns die letzten Tage viele Dienste erwiesen hatte. Schliesslich sagte uns Lānaʻi auf eine ganz besondere Art und Weise auf Wiedersehen - mit einem Regenbogen. Bis zum flug hatten wir noch etwas Zeit uns so gingen wir in unserem “Zmorgen”-Stammlokal Frühstücken und liefen noch etwas d