Kleine und grosse Überraschungen auf O’ahu!
Hoiii mitenand! De Zach isch fengs echli schriibfuul, und da ich jetzt jo au uf Hawaii ben han ich da mol für ihn öberno… vell Vergnüege bim läse
liebi Grüess, Nadja
Unser erster gemeinsamer Tag in Oahu startete erst gegen Mittag, schliesslich hatte ich nach 24 Stunden Flug/Reise ein bisschen Schlaf nachzuholen. Wie bringt man einer Frau ein neues Land am besten näher? Richtig, man(n) schleppe sie zum grössten Shopping-Center der City und lasse den Dingen (und der Frau) freien Lauf. Nach wenigen Stunden (ehrlich!) beschlossen wir, den Rest des Tages am berühmten Waikiki-Beach zu verbringen. Der Strand ist zwar berühmt, aber auch ziemlich übervölkert, wir fanden gerade noch ein Plätzchen für unsere Handtücher. Nach einer Hula-Show und ausgiebigem Sonnenbad liessen wir anschliessend den Tag im “Gordon Biersch” ausklingen (falls jemand von euch mal nach Honolulu kommt: unbedingt den Apple-Bread-Pie in diesem Restaurant probieren, er schmeckt einfach himmlisch).
Der nächste Tag startete mit einer “Wanderung” auf den Diamond Head, einem Krater in der Nähe von Honolulu. Für uns möchtegern-bergerfahrene Schweizer war dies eher ein Spaziergang, der mit einem wunderbaren Ausblick auf die Stadt belohnt wurde. Die Hitze brachte uns allerdings ganz schön ins Schwitzen, so dass wir beschlossen in der Hanauma-Bay schnorcheln zu gehen. Dies ist eine etwas versteckt gelegene Bucht - einer der schönsten Schnorchelplätze auf der Insel. Ich war begeistert von der Vielfalt und den Farben der Fische, den Korallen und vor allem von der Schildkröte die unvermittelt vor uns auftauchte. Natürlich blieben wir viel zu lange im Wasser, sodass der erste Sonnenbrand nicht lange auf sich warten liess (trotz Zachs unermüdlichen Eincreme-Aktionen). Um den Tag gebührend abzuschliessen, beschlossen wir, den Abend am Strand zu verbringen und fuhren zum Lanikai-Beach, wo wir unter dem Sternenhimmel das mitgebrachte Abendessen verputzten (leider ohne Champagner, aber schön war’s auf jeden Fall).
Mein dritter Tag auf Oahu begann mit einem Marktbesuch beim Aloha-Stadium. Weiter ging es zur berühmten Dole-Plantation, wo wir uns ein grosses Ananas-Glace genehmigten und einen Teil der Plantage besichtigten. Habt Ihr auch gedacht das Ananas auf den Bäumen wachsen? Ich war recht erstaunt als ich gesehen habe, dass sie an Sträuchern auf dem Boden wachsen und dass es auch rote Ananas gibt. Auf der Fahrt nach Haleiwa, einem typisch-”verhäängten” Surferdorf im Norden, kamen wir in einen eher ländlichen Teil der Insel, der auch viel dichter bewachsen ist als die eher staubige, dürre Gegend um Honolulu. Hier findet man schon fast Regenwald. Als nächstes besichtigten wir die Turtle-Bay. Diese heisst so, weil man praktisch immer Schildkröten findet, die auf den Felsen liegen und das Seegras abnagen. Es ist wirklich ein besonderes Erlebnis diesen ruhigen, friedlichen Tieren beim Fressen zu zusehen. Ins Wasser wollten wir hier nicht, obwohl es andere Touristen gab, die die Hinweisschilder missachteten und viel zu nahe an die Schildkröten heran gingen. Dabei gibt es auf Oahu mehr als nur diesen einen Strand zum schwimmen, und ein paar Kilometer weiter fanden wir auch für uns ein schönes Plätzchen wo wir den Rest des Tages verbringen konnten.
Auf den vierten Tag habe ich mich ganz besonders gefreut, denn es stand eine Bootsfahrt und schwimmen mit Delfinen auf dem Programm. Schon früh ging es mit einem Bus die Westküste entlang bis zur Bootsanlegestelle. Auf dem Boot wurden wir kurz instruiert wie wir mit Maske, Schnorchel, Schwimmweste und Flossen umzugehen hatten und dann tauchten auch schon die ersten Delfine in der Bucht auf. Es handelt sich um wilde Delfine, die nicht etwa durch Futter angelockt werden. Sie kommen vielmehr zum Schlafen und Ausruhen in diese Bucht. Anfangs hatten wir unter Wasser etwas Mühe die Tiere zu orten, und da sie ein Baby dabei hatten kamen sie auch nicht ganz so nahe heran. Nach etwa einer halben Stunde Tauchen kletterten wir wieder aufs Boot und wurden zu einer anderen Stelle mit einem grossen Riff gebracht. Hier war das Wasser viel klarer als in der Delfin-Bucht, und der erste Blick unter Wasser war wirklich atemberaubend. Ich habe noch nie so viele bunte Fische auf einmal gesehen, es war ein Getümmel wie im Züri-HB morgens um acht Uhr. Wo man auch hinschaute, überall entdeckte man eine Farbe oder einen Fisch den man noch nie zuvor gesehen hatte. Auch die Schildkröten waren wieder unterwegs. Wäre das Wasser nicht so kalt gewesen, dann würde ich wahrscheinlich heute noch dort herumschnorcheln. Leider mussten wir nach etwa einer Stunde schlotternd wieder aus dem Wasser klettern und verbrachten dann den Nachmittag damit, uns am Ala Moana-Beach in Honolulu wieder aufzuwärmen. Am Abend erwartete uns schon ein feines Znacht, denn Zachs Gastmutter PJ hatte für uns und ihre Familie gekocht. So hatte ich endlich die Gelegenheit, die ganze Familie kennenzulernen.
Schon seit dem ersten Tag sah ich dem Montag Morgen mit gemischten Gefühlen entgegen. Geplant war nämlich eine Wanderung auf den Koko-Head um den Sonnenaufgang zu erleben. Zach hatte mich vorgewarnt dass es eventuell ein bisschen anstrengend werden könnte, und als ich den Berg am Tag zuvor gesehen hatte, konnte ich mir vorstellen was mich erwarten würde. Es ging um 4.30 Uhr los (nicht ohne einen Riesenbecher Kaffee). Die ersten paar hundert Meter bis zum Berg waren einfach, aber dann stand ich da, am Fuss einer geraden, steilen Treppe mit exakt 1048 Stufen den ganzen Berg hinauf. Um ehrlich zu sein, es war äusserst anstrengend, ich weiss nicht wann ich zuletzt dermassen gekeucht, geflucht und geschwitzt habe (trotz Wind und halbwegs angenehmen Temperaturen). Dafür war der Sonnenaufgang wirklich unglaublich schön, auch wenn es auf dem Gipfel ziemlich kühl war (aber wozu hat Frau denn jemanden, der einen aufwärmen kann). Nach dem ebenso aufregenden Abstieg gönnten wir uns erst mal ein Frühstück, bevor wir zum Makapu’u Aussichtspunkt weiterfuhren. Dieser befindet sich auf einer Klippe und hat nebst einem eher kleinen Leuchtturm eine Plattform, von wo aus man mehrere kleine Inseln sehen kann. Es lohnt sich, unsere Fotos anzuschauen, die Aussicht wollen wir euch nicht vorenthalten. Am Nachmittag mieteten wir einen Kajak und paddelten zu einer dieser kleinen Inseln hinaus, wo wir einige Stunden baden und “sünnele” konnten. Erschöpft, aber glücklich kehrten wir zur Gastfamilie zurück und kochten zum Znacht, als kleines Dankeschön, für alle echte schweizer Älplermagronen mit Apfelmus (leider aus dem Glas, aber mit etwas Zimt und viel Zucker “gepimpt” war es nicht mal so schlecht) und zum Dessert etwas, dass in meiner Familie als “Beeri-Schlabber” bekannt ist (Biskuitboden, Beeren, Vanilecreme und Mandelkrokant, Rezept auf Anfrage ;)). Danach ging es ans Packen, denn am nächsten Tag ging schon der Flug nach Big Island. Auf zum nächsten Insel-Abenteuer!
Recent Comments
hoi ich be spot esch esch ferbi...
Hallo Zachi, wenn me vom Zunami in Hawaii und Umgäbig ghört...
@ Rony: Ja chas mer grad vorstelle. Unterdesse bin ich aber ...
Hallo Zacharias Die letzten Monate und insbesondere die let...
Hey Zach Jetzt han ich per Zuefall grad gseh, dass du in ...